Um eine Bestandsaufnahme des ausgelaufenen Aktionsplans vorzunehmen und um zukünftige Handlungsfelder zu identifizieren, veranstaltete die Europäische Kommission, genauer die DG Education and Culture, vom 7.- 9. März 2011 in Budapest eine Konferenz. Unter dem Motto „It is always a good time to learn“ fanden sich über 250 Akteure aus 35 Ländern, politische Verantwortliche aus den Mitgliedsländern, aber auch aus dem Europarat, der OECD und der Vereinten Nationen ebenso wie Vertreter von Verbänden, Sozialpartnern und Experten auf dem europäischen Parkett ein. Das Wiedersehen mit KollegInnen schien Teil des Programms zu sein, so dass man fast geneigt war, das Konferenzthema in „Es ist immer gut sich zu treffen“ abzuändern.Mit dieser Veranstaltung in Budapest, die mit der EU Präsidentschaft Ungarns zusammenfiel, wurden durchaus unterschiedliche Ziele verfolgt. So sollte einerseits bilanziert werden, welche Fortschritte in den drei Jahren des Aktionsplans in den Mitgliedsländern zu verzeichnen waren und anderseits sollten drängende Aufgaben für den Zeitraum bis 2020 identifiziert werden. Während in der offiziellen Zusammenfassung der Konferenz rückblickend die „Planerfüllung“ konstatiert wurde, trieb die Teilnehmenden eher die Frage nach der Ausgestaltung des nachfolgenden Aktionsplans um. Dieser soll im Sommer 2011 erscheinen.
Der Endbericht der Arbeitsgruppe zum Aktionsplan (2007-2010) bildete zusammen mit den Hintergrundberichten, die anlässlich der Konferenz noch einmal systematisierend aufbereitet worden sind, eine inhaltliche anregende Mischung. Die Vernetzung und der Austausch zwischen den Akteuren hat in den letzten Jahren zweifelsohne Fortschritte gemacht hat: ob deswegen die Erwachsenenbildung innerhalb der EU an bildungspolitischem Gewicht gewinnt, ist jedoch eine andere Frage.
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